Die Computergeschichte beginnt eigentlich bereits in der Antike. Damals entwickelten sich die Zahlen, auf denen auch heute noch die Computersprache aufgebaut ist. Entsprechungen für eins und zwei sind dabei über alle Kulturen verteilt. Aus diesen Anfängen entwickelten sich im Verlauf der Computergeschichte schließlich die Grundrechenarten und die ersten Rechenmaschinen – wie der Abakus – wurden von den Menschen genutzt.
Der erste richtige Computer basierte schließlich auf mechanischen Teilen und diente wahrscheinlich zum Berechnen astronomischer Gegebenheiten. Der Computer von Antikythera – so die heutige Bezeichnung – wurde im ersten Jahrhundert vor Christus erfunden. Erst im 13. Jahrhundert wurde diese Technik wiederentdeckt.
Anfang des 17. Jahrhunderts nahm die Computergeschichte, nachdem sie jahrhundertelang stillstand, ihre weitere Entwicklung. John Napier entwickelte 1614 seine Logarithmentafel und einige Jahre später baute Wilhelm Schickrad mit seiner Vier-Spezies-Maschine den ersten mechanischen Rechner, der in der Neuzeit vorhanden war. Die Basis seiner Maschine bildeten Zahnräder, wie sie auch in Uhren verwendet wurden. Bis zu Gottfried Wilhelm Leibniz wurden noch viele weitere Maschinen mit ähnlicher Funktionsweise erfunden. Leibniz allerdings entdeckte 1703 das binäre Zahlensystem und revolutionierte damit im Nachhinein die Computergeschichte – bis heute verwenden alle Rechner dieses System.
1805 wurden schließlich die ersten Maschinen mit Lochkarten entwickelt. Sie entsprechen genau jenem System von Leibniz. Ein Loch ist mit dem Wert 1 gleichzusetzen. Kein Lock entspricht der 0. 1890 wurde schließlich der erste Spielcomputer erfunden, der ebenfalls mit einem Lochkartensystem funktionierte. Bis zu diesem Zeitpunkt brachte die Computergeschichte viele unterschiedlich mechanische Systeme hervor.
Ab 1935 stellte IBM mit seinem IBM 601 einen weiteren Computer vor, der noch über die Lochkarten funktionierte. Zwei Jahre in der Computergeschichte weiter wurde schließlich der erste Rechner auf den Markt gebracht, der bereits auf der Von-Neumann-Architektur basiert, wie sie auch heute noch vielfach verwendet wird.
Von da an nahm die Computergeschichte einen rasanten Verlauf. 1941 baute Conrad Zuse den ersten Rechner, der als moderner Digitalcomputer gewertet werden kann. Er basierte ebenfalls auf dem binären Zahlensystem und konnte die Rechenoperationen erstmals eigenständig ausführen.
Die Computer wurden im weiteren Verlauf der Computergeschichte immer leistungsfähiger und verbreiteten sich sehr schnell – bis heute. In fast jedem Haus ist eine solche Maschine zu finden.
