Schadstoffe machen krank

Bei der Diskussion um Autofahren und Umweltschutz geht es oft ausschließlich nur um den CO2-Ausstoß eines Pkw. Doch Motoren produzieren auch Feinstaub, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe, die sich alle auf die Umwelt auswirken, wenn auch örtlich begrenzt. Sie sind Ursache der unvollständigen Verbrennung von Treibstoff im Motor, ungeachtet der Tatsache, dass moderne Motoren zunehmend effizienter arbeiten. Alle Autos unterliegen einer Reihe europaweit geltender Emissions-Grenzwerte, aktuell der Abgasnorm Euro 4. Seit dem 1. September 2009 gilt für neue PKW in Europa die Euro-5-Norm.

Feinstaub (engl.: Particular Matter, Abkürzung: PM) entsteht bei der Verbrennung von Dieselkraftstoff in Dieselmotoren. Sie produzieren große Mengen an PM10 (Der Name kommt vom Durchmesser der Partikel von 10 Mikrometern (10 µm).). Diese Abgase, die sichtbar als Dieselruß aus dem Auspuff kommen, werden auch Schwarzrauch genannt. Diese PM10-Mengen können von Nase oder Mund nicht wirksam gefiltert werden, so dass sie letztendlich in die Lungen gelangen. Das kann zur Verschlechterung bei bestehenden Herz- oder Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise Asthma, führen.

Auch Kohlenstoffmonoxid ist ein Atemgift. Es behindert den Sauerstofftransport im Blut, was im schlimmsten Fall zum Erstickungstod führen kann. Daher ist es ratsam, einen der im Handel erhältlichen elektronischen Sensoren, die dem Nachweis von Kohlenstoffmonoxid dienen, im Auto zu haben. Kohlenmonoxid stellt ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko dar. Gerade bei Menschen mit einer Herzerkrankung kann ein längerer Stau zu Kopfschmerzen oder Schwindel führen.

Wie auch Feinstaub sind Stickoxide Gase, die Ursache für die Entstehung oder Verschlechterung der verschiedenen Atemwegserkrankungen sein können. Sie können zudem auch allergische Reaktionen hervorrufen. Stickoxide werden zumeist mit NOx abgekürzt, da es auf Grund der zahlreichen Oxidationsstufen des Stickstoffs diverse Stickstoff-Sauerstoff-Verbindungen gibt. Distickstoffmonoxid (N2O) wiederum wirkt als Ozonkiller und Treibhausgas.

Die Kohlenwasserstoffe (CmHn) sind eine Gruppe von Verbindungen, die ausschließlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammengesetzt sind. Sie sind, vor allem durch ihre Nutzung als fossile Brennmaterialien auch heute noch von großer technischer Bedeutung. Bekanntlich bestehen Diesel- und Ottokraftstoffe aus einem Konglomerat von Kohlenwasserstoffen. Nach der der Verbrennung verbleiben Kohlenwasserstoffe im Abgas. In Kombination mit Stickoxid und der Sonneneinstrahlung wandeln sich diese Stoffe in Verbindungen um, die die Schleimhaut reizen und so Atemwegserkrankungen hervorrufen können. Zudem fördern diese Verbindungen maßgeblich das Entstehen von Ozonsmog.